
Ausgewählte Schriften von Ada Erika Müller alias Ada Jaski-Sybal
„Es gibt unzählbare Zuchthäuser in der Welt – mögen sie sich nun Fabriken, Bergwerke, Kontore oder Werkstätten nennen – und sie alle sind mit Gittern und Mauern umgeben, – wenngleich nicht immer sichtbar! Und in all diesen Zuchthäusern eingesperrt arbeiten Tausende von Sklaven, unschuldig ihr Leben lang zur Sklaverei verurteilt – ihre einzige Schuld ist – ihre Armut!
O daß einmal der Tag kommen möge, der die Tore dieser Zuchthäuser sprengt, der allen Gefangenen den Weg zeigt zur Freiheit und Menschenwürde!“
Ada Jaski-Sybal war in den unruhigen Jahren nach dem ersten Weltkrieg eine bedeutende anarchistische Publizistin in Hamburg und entfaltete eine rege Agitation, mit der sie eine soziale Revolution gegen sämtliche Staaten, Parteien und Grenzen zu fördern suchte. In aufwühlenden Erörterungen versuchte sie zudem, einer elementaren Entfesselung des Individuums den Weg freizusprengen und schreckte in vielen Fragen auch vor Abgründen nicht zurück.
In diesem Buch sind zum ersten Mal einige ihrer Texte versammelt. Ausserdem wird in einer längeren biographischen Skizze versucht, die ungefähr zehn Jahre, in denen sie in der anarchistischen Bewegung mitmischte, sowie diesen zumeist völlig unbekannten Kontext, nachzuzeichnen.
Revolutionsverlag, 2025, 204 Seiten, €7,50