
Die, die weder auf Befehl anfingen noch aufhörten zu Kämpfen
Wenn wir als Anarchist*innen einen Blick zurück in die Geschichte werfen, dann nicht weil wir Historiker*innen sind. Wenn wir alte Geschichten aus den Untiefen der revolutionären Geschichte holen, dann weil wir in ihnen Wertvolles für unseren heutigen Kämpfe gegen die Herrschaft finden können.
Sie können uns inspirieren, sie können uns Kontinuitäten aufzeigen und uns unsere Analysen überdenken lassen, vielleicht können sie uns sogar manchmal vor dem einen oder anderen Fehler bewahren.
Die Geschichte von Caracremada ist so eine Geschichte. Sie zeigt uns Vieles, was auch heute für Anarchist*innen von Relevanz sein sollte. Sie zeigt uns, dass die Verhältnisse sich um uns herum veränderen und uns manchmal abverlangen neue Wege zu finden oder alte wiederzuentdecken. Ob in Kolonnen und Brigaden, den klandestinen anarchistischen Kampfgruppen, dem Maquis… oder alleine: Caracremada hatte verstanden, dass es immer einen Weg gibt die Initiative zu ergreifen und den Kampf fortzusetzen und das in Kohärenz mit den eigenen Ideen. Er zeigte uns auch, dass es nicht unbedingt die direkte Konfrontation mit den Feind*innen der freiheit auf ihrem Territorium sein muss. Manchmal können es eine Metallsäge und ein Strommast in den Bergen sein, die sie empfindlich treffen.
Caracremada war einer derer, die weder auf Befehl anfingen noch aufhörten zu kämpfen, sondern ihren weg, entsprechend getroffener Entscheidungen, gingen.
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